Prüfungsleistungen

Allgemein erwarten wir für Hausarbeiten und Referate, dass Sie die Literatur kritisch hinterfragen und in den eigenen Argumentationsrahmen einbinden. Eine klare Struktur, präzise Quellenangaben und eine reflektierte, eigenständige Argumentation sind unerlässlich.

Hausarbeiten / Essays

Hausarbeiten, Essays, Rezensionen (= wissenschaftliche Texte) und dergleichen dienen der reflexiven Analyse von Inhalten. Sie sollen in diesen Arbeiten schriftlich nachdenken. Hierzu gehören unbedingt und unausweichlich die Auseinandersetzung mit bereits Gedachtem, d.h. mit Texten anderer AutorInnen sowie die Entwicklung eigener Argumente. Sie sollen sich Zeit nehmen, sich mit einem Gegenstand (Autor, Studie, Begriff, Text, Werk, Methode...) mehr oder minder ausführlich zu befassen.

Alle schriftliche Arbeiten werden in den Lehrveranstaltungen vorbesprochen und in den Spechstunden nachbesprochen. Zu den genauen Inhalten schauen Sie sich das ausführliche Merkblatt (PDF, 74 KB) an.

Bitte beachten Sie, dass jede schriftliche Arbeit eine unterschriebene, vom Institut für Soziologie zur Verfügung gestellte Eigenständigkeitserklärung enthalten muss. Sie können sowohl die deutsche (PDF, 59 KB) als auch die englische (PDF, 601 KB) herunterladen.

Falls Sie gezielt Ihre Schreibkompetenzen schulen möchten, schauen Sie doch auf die Seiten des Schreibzentrums der LMU. Dort werden zahlreiche Kurse und Workshops angeboten, bis hin zur individuellen Beratung.

Referate

Hier haben wir ein paar Hinweise zusammengestellt, die Sie bei der Vorbereitung von mündlichen Leistungen in Seminaren unterstützen sollen.

Typischer Aufbau:

1. Grundlinie der Argumentation/Theorie
2. Eine knappe Beschreibung der Daten und Methoden
3. Die zentralen Ergebnisse
4. Eine Diskussion/methodische Bewertung der Ergebnisse

Im Einzelnen beachten Sie bitte Folgendes:

  • Versuchen Sie einen Spannungsbogen aufzubauen. Dazu brauchen Sie eine klare und spannende Forschungsfrage/These, die Sie in dem Vortrag entwickeln und abarbeiten.
  • Die erste Folie ist eine Titelfolie: Thema, Autoren, Ort des Vortrags. Sie sollten sich kurz vorstellen.
  • Dann folgt eine Einleitung. Ihnen ist klar, worum es gehen wird, aber den Zuhörern nicht! Die Fähigkeit zur Empathie ist hier wichtig: wo muss ich meine Zuhörer abholen?
  • Ein Referat darf keine 1:1‐Nacherzählung der Texte sein. Das wäre zu viel Information und führt zum „Abschalten“. Man muss sich bei jedem Referat überlegen, wie viel Informationen die Zuhörenden in der gegebenen Zeit verarbeiten können. Das ist nicht viel! Des‐ halb muss man viele Feinheiten (Fußnoten) weglassen. Man beschränkt sich auf die Grundlinien der Argumentation.
  • Keine durchgehenden Texte auf die Folien, sondern stichpunktartige „Meilensteine“ der Argumentation.
  • Vermeiden Sie lange direkte Zitate aus den Quellen (etwa mehrere Sätze). Es sei denn, sie sind für Ihre Diskussion absolut notwendig.

  • Man sollte einen serifenlosen Font (Arial) verwenden.
  • Kleinste Fontgröße 20pt.
  • Für eine derartig gestaltete Folie benötigt man etwa 2 Minuten. Bei 20 Minuten Zeit soll‐ ten Sie also maximal 10 Folien haben.
  • Überflüssige Folien vor der Präsentation entfernen. Zusätzliches Material, das für die Dis‐ kussion evtl. hilfreich ist, in den Anhang (Backup).
  • Ein weiterer Kardinalfehler: riesige Tabellen mit vielen Zahlen, die nicht mehr lesbar sind. Präsentieren Sie nur Auszüge aus der Tabelle mit den zentralen Ergebnissen.
  • Idealerweise werden statistische Ergebnisse gleich graphisch dargestellt (z.B. die zentralen Regressionseffekte als Balkendiagramm oder Koeffizientenplot, …).
  • Achten Sie auf eine kontrastreiche Darstellung (schwarze Schrift auf weißem Hinter‐ grund).

  • Halten Sie Ihr Referat mindestens einmal unter realistischen Bedingungen (idealerweise vor Probehörern). So können Sie überprüfen, ob Sie im Zeitrahmen bleiben.
  • Sprechen Sie in Ihr Publikum und nicht in den Computerbildschirm oder gar an die Lein‐ wand. Lesen Sie Ihre Präsentation auf keinen Fall ab!
  • Immer wieder Wegweiser setzen: „Ich möchte heute drei Fragen beantworten …“
  • Brücken zwischen den Folien bauen: „Nachdem ich nun die erste Frage mit ‚Ja‘ beantwor‐ tet habe, komme ich zur zweiten …“
  • Highlights besonders betonen: „Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis.“
  • Falls Sie den Vortrag mit anderen Studierenden zusammen halten, stimmen Sie die Inhalte unbedingt ab! Es darf keinesfalls vorkommen, dass Sie mehrere miteinander nicht verbundene Präsentationen anstelle einer einheitlichen Präsentation vorbereiten.